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Bild Autor: Thema: Karrierechancen als angehender Betriebswirt?
coach
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Dranbleiben ist alles!


Beiträge: 64
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Deutschland
icon1   Karrierechancen als angehender Betriebswirt? Datum: 29.06.2006 , 23:50

Dieser Beitrag stammt vom 18.5.2005 und musste wegen eines Softwarefehlers rekonstruiert werden!

Hallo,
schön, dass man hier Karrierefragen loswerden kann.

Ich bin 32 Jahre alt und verheiratet. Ich habe nach über 10 Jahren als Postzusteller die Fachhochschulreife (hatte ursprünglich Hauptschulabschluss) nachgemacht und ein FH-Studium (BWL) begonnen.
Ich bin jetzt im 5. Semester. Im Herbst geht's ins Praxisjahr, sodass jetzt meine Bewerbungsphase ansteht. Wie Sie bereits gelesen haben, bin ich schon 32 Jahre alt. Deshalb meine erste Frage:
Wie schätzen Sie meine Chancen grundsätzlich ein. Ist es ein Vorteil, sich so spät beruflich umorientiert zu haben ?

Wie werden meine Anstrengungen in Führungskreisen überhaupt gesehen. Ich bringe ja einem Unternehmen gut 10 Jahre weniger Nutzen. Auf der anderen Seite bin ich aber wahrscheinlich etwas zuverlässiger und gelassener in
gewissen Situationen, als ein junger Betriebswirt.
Einige Leute sagten mir jetzt, dass ich für einen Einstieg in einer großen Firma wohl schon zu alt bin. Bei Behörden gilt auch oft die Grenze von 28-30 Jahren.

Zweite Frage:
Nach dem ersten Studienjahr habe ich mein Vordiplom bekommen. Es beinhaltet die Noten von 7 Klausuren. Mein Durchschnitt ist leider nur 3,1. Nicht gerade erfreulich, obwohl es der allgemeine Trend auch bei meinen jungen Kommilitonen ist. Der Durchschnitt meiner Fachhochschulreife ist 2,0. Leider muss ich mich jetzt u.a. mit diesem Vordiplomzeugnis bewerben.
Ich habe von einer s.g. 3. Seite bei der Bewerbung gehört. Dort soll man eine Art Selbsteinschätzung formulieren. Kann ich dort etwa auch den Grund für das mittelmäßige Abschneiden beim Vordiplom kurz ansprechen ?
Ich habe nähmlich wirklich einen handfesten Grund dafür:
2 Monate vor den besagten Klausuren, starb mein Vater, den ich während seiner schweren Krankheit versorgt habe. 4 Wochen später starb die Großmutter meiner Frau, die bei uns im Haus wohnte, plötzlich an einem Herzinfarkt. Sie können sich die Situation, in der ich lernen musste bestimmt vorstellen. Kann man sowas anbringen ???
Es ist mir ja wirklich passiert. Natürlich würde ich es nur sehr kurz andeuten !!!

Vielen Dank für Ihre Antworten
Gruß Marcus

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coach
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Dranbleiben ist alles!


Beiträge: 64
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Deutschland
icon1   Re: Karrierechancen als angehender Betriebswirt? Datum: 30.06.2006 , 00:07

Lieber Marcus,

zunächst einmal meinen herzlichen Glückwunsch für Ihren Qualifikationssprung.

Ihre Chancen als Betriebswirt mit ca. 32 Jahren?

Die Wirtschaft sieht solche Weiterentwicklungen grundsätzlich sehr positiv - so weit ich das beurteilen kann.

Überaus wichtig sind jedoch natürlich gute Noten! Setzen Sie wirklich alles daran. Ein Befriedigend ist bereits indiskutabel!

Ob es ein Vorteil ist, sich beruflich so spät umorientiert zu haben?

Für Sie bestimmt. Ihnen stehen jetzt wesentlich qualifiziertere Aufgaben offen. In der Wirtschaft allerdings schaut man schon auf das Alter und erwartet entsprechende Berufserfahrungen. Aber man sieht auch die Energieleistung, des sich Hochqualifizierens. Es darf nur nicht zu lange dauern.

Die noch mögliche Arbeitszeit in einem Unternehmen spielt heute nicht mehr eine so große Rolle. Dass Ihnen rund 10 Jahre Berufspraxis fehlen, ist natürlich schon relevant.

Zuverlässiger und gelassener als ein Mitzwanziger Betriebswirt?

Dieses Kriterium dürfte eher keine Rolle spielen.

Mit 32 Jahren zu alt für den Einstieg in einer großen Firma?

Das ist absolut richtig. Ihr Einstieg liegt sicher in kleineren Firmen (80 % des Marktes!). Bewerben Sie sich schon rund 1 Jahr bevor Sie fertig werden. Versuchen Sie möglichst Ihre Studien- oder Diplomarbeiten schon in einem Unternehmen zu schreiben. Der Kontakt ist goldwert.

Mit Vordiplom 3,2 bewerben?

Kümmern Sie sich nicht um den allgemeinen Trend. Niemanden interessiert - so hart das klingen mag, was die Masse so leistet!
Also mit 3,2 kann man nicht glänzen, deshalb lassen Sie die Note weg und bewerben sich mit Aussichten auf das Diplom am Soundsovielten und mit zu erwartender Note (1-2).
Das Zeugnis der Fachhochschulreife mit 2,0 sollte natürlich der Bewerbungsmappe beiliegen.

3. Seite bei der Bewerbung:

Diese Darstellung, was Sie fachlich besonders können, wo Ihre Talente liegen, was Sie fasziniert, welche Erfahrungen dies belegen usw. ist eine hervorragende Möglichkeit, sich von der Masse der Bewerber positiv abzusetzen! Denken Sie sich gut in den Arbeitgeber hinein, bei dem Sie sich bewerben und versuchen Sie aus seiner Sicht - also aufgabenbezogen - Ihre tatsächlichen Stärken darzustellen. Also denken Sie intensiv über sich und die Aufgaben in Ihrer Zielgruppe nach. Dieser Prozess kann monatelang dauern. Wichtig ist natürlich, dass er kontinuierlich erfolgt. Wenn Sie zuwenig über die Aufgaben in Unternehmen wissen, machen Sie dort Praktika. Die Kontakte, die dabei entstehen sind auch nicht zu verachten.

Offenlegen der Gründe für schwaches Vordiplom?

Auf keinen Fall! Entscheidend ist die zu erwartende Note im Diplom. Hier will man herauslesen, was Sie wohl wissen und können. Aus welchen Gründen Sie zu wenig wissen, will niemand wissen. Also, setzen Sie alles - wirklich alles! - daran, im Diplomzeugnis Einsen und Zweien zu haben. Und bewerben Sie sich mit einer guten zu erwartenden Diplomnote unter Nennung der bereits gut absolvierten Einzelnoten statt mit einem schlechten Vordiplom. Wenn Sie einen Vertrag bekommen, müssen Sie natürlich später Ihr Diplomzeugnis nachreichen und das sollte nicht zu sehr enttäuschen.
Für den Berufseinstieg sind die Noten sehr wichtig. Aber mit einer guten Kenntnis der Aufgaben in Ihrem Bereich und der Prioritätensetzung dieser bei Ihrer Zielgruppe können Sie Punkten und einiges ausgleichen. Denn letztlich sucht man jemanden, der in der Praxis Probleme lösen kann.

Je mehr Sie in Unternehmen hineinschnuppern und mit Leuten reden, die Ihren Beruf schon einige Zeit ausüben, desto praxisnäher können Sie denken!

Viel Glück!
Mit herzlichen Grüßen vom Coach!
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